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VSI-Handlungshilfe

Borsäure

Chemikalenrecht, Gefährdungsbeurteilung, Schutzmaßnahmen

Das Thema Gefahrdungsbeurteilung stellt hohe Anforderungen an die Fachkunde beauftragter Personen. Besonders komplex stellt sich die Abarbeitung im Fall Borsäure (und einiger Verbindungen) dar. Die "VSI-Handlungshilfe Borsäure" orientiert sich an der DGUV Information FB HM-030 „Borsäure-/Borhaltige KSS“ (Ausgabe 02/2014 FB HM-030 [0]). Aufgrund der geänderten Einstufung der Borsaure wird die DGUV Information aktualisiert. Um Herstellern und Anwendern von Kühlschmierstoffen (KSS) schon jetzt Hinweise bezugnehmend auf die geänderte Einstufung und Kennzeichnung sowie zur sicheren Handhabung und Verwendung von KSS zu geben, werden diese in dieser VSI-Handlungshilfe (Stand Mai 2022) herausgegeben.

VSI-Positionspapier

Mindestlagerdauer / Shelf Life

Empfehlung und Differenzierung

Die Mindestlagerdauer von Schmierstoffen ist abhängig von zahlreichen Einflussfaktoren und lässt sich daher nicht pauschal festlegen. Auf die wichtigsten Kriterien wird im "VSI-Positionspapier Mindestlagerdauer" (Stand Mai 2021) verwiesen. Die Angaben von Zeiträumen können allerdings nur Empfehlungen auf der Basis von „Best Practice“ darstellen, spezifische Auskünfte können nur die Hersteller für ihre jeweiligen Produkte abgeben.

VSI-Handlungshilfe

Vergleich der Hautirritationstests für Kühlschmierstoffe (KSS)

Seit jeher gibt es Bemühungen der Kühlschmierstoffhersteller, durch Kühlschmierstoffe (KSS) bedingte Hauterkrankungen zu verhindern bzw. zu minimieren. KSS wirken auf Grund ihrer Zusammensetzung (Öle, Emulgatoren und Wasser) mehr oder weniger hautentfettend. Vor allem ohne entsprechende Hautschutzmaßnahmen kann die so angegriffene und entfettete Haut durch Stoffe aller Art geschädigt werden. Um Hautschäden durch KSS möglichst zu vermeiden, werden Formulierungen durch geeignete Untersuchungen auf ein hautirritierendes Potenzial überprüft. Vielfach wurde dazu in Deutschland der sogenannte „Bovine Udder Skin“-Test, auch „Kuheuter“- bzw. „BUS“-Test genannt, angewendet.

Nach unserem Kenntnisstand ist der „BUS-Test“ nicht mehr verfügbar. Eine geeignete Alternative zum BUS-Test bietet der OECD 439-Test, der auch international gebräuchlich ist und von verschiedenen zertifizierten Instituten angeboten wird. Dieser in-vitro Test wird auch zur Einstufung von Stoffen und Gemischen nach GHS bzw. CLP sowie in der Kosmetik- und Haushaltschemikalienindustrie verwendet.

Um der zunehmend internationalen Ausrichtung der Kühlschmierstoffhersteller und -anwender Rechnung zu tragen, hat der Verband Schmierstoff-Industrie e. V. (VSI) daher die Vergleichbarkeit der Ergebnisse des BUS-Test mit denen nach OECD bestimmt, um zu prüfen, ob die OECD-Methode als Alternative zum Nachweis der Hautirritation geeignet ist.

Weitere Einzelheiten finden Sie in der "VSI-Handlungshilfe Vergleich Hautirritationstests für Kühlschmierstoffe", Stand März 2021