VSI - Verband Schmierstoff Industrie e.V.

Schmierstoffe

Der Begriff Schmierstoffe wird prinzipiell in zwei große Gruppen "Auto" und "Industrie" unterteilt. Jede der beiden Gruppen gliedert sich dann weiter in spezifische Untergruppen, die der jeweiligen spezialisierten Anwendung entsprechen.

Obwohl der Absatz an Industrieschmierstoffen - sowohl national als auch global - volumenmäßig geringer ist als der von Motoren- und Getriebeölen für den Transportbereich, ist die Sortenvielfalt wegen der großen Bandbreite der spezifischen Anwendungsbereiche deutlich größer.

Allen Schmierstoffen gemeinsam sind die prinzipiellen Aufgaben:

Schmieren: Reduzierung der Reibung, Vermeidung von Verschleiß

Kühlen: Abfuhr der im Prozess/beim Betrieb erzeugten Wärme

Dichten: Unterstützung der mechanischen Dichtungen, Fernhalten von Fremdmaterialien

Reinigen:

Vermeidung von Ablagerungen von Stoffen, die im Prozess/beim Betrieb entstehen

Schützen: Schutz der Oberflächen vor Korrosion durch chemische Einflüsse

Je nach dem speziellen Anwendungsbereich wird der Schwerpunkt auf ein oder mehrere dieser Eigenschaften gelegt. Um die gewünschten Eigenschaften gezielt zu beinflussen, werden Wirkstoffe (Additive) eingesetzt, deren Wirkungen und Nebenwirkungen jedoch fein ausbalanciert werden müssen.

Die Einteilung der Industrieschmierstoffe in Familien erfolgt nach dem primären Anwendungsprofil. Man unterscheidet:

Fette Hydrauliköle Turbinenöle
Formöle Kompressorenöle Umlauföle
Getriebeöle Metallbearbeitung/Kühlschmierstoffe Walzöle
Gleitbahnöle Temporärer Korrosionsschutz Wärmeübertragungsfluide
Härteöle Transformatorenöle Wärmebehandlungsöle

 

Die Anforderungsprofile der Industrieschmierstoffe sind über Spezifikationen definiert; für weitverbreitete Anwendungen gibt es ebenfalls eine Standadisierung, wobei in nationalen (DIN) bzw. internationalen (ISO) Normen eine Klassifizierung nach Mindestanforderungen vorgenommen wurde.

Den Spezifikationen (Anforderungsprofilen) liegen ebenfalls Kriterien/Teste zugrunde, die wegen der erforderlichen (internationalen) Vergleichbarkeit genormt sind. Testverfahren werden ebenfalls in DIN (national) oder ASTM (international) festgelegt.

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