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Verband Schmierstoff-Industrie e.V. |
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Industrieschmierstoffe (diese und die folgenden Seiten befinden sich im Aufbau) Schmierstoffe finden überall in der Industrie eine breite Anwendung; die Welt der Technik ist ohne Schmierstoffe nicht vorstellbar. Dies betrifft nicht nur allgemein bekannte Anwendungen wie z.B. Motorenöle in Automotoren, sondern auch eher unscheinbare Anwendungen wie z.B. in Türscharnieren. Die Masse der Schmierstoffe finden indes Anwendung in der Industrie, so z.B. in Getrieben (z.B. von Windkraftanlagen), Gasmotoren, Generatoren, Turbinen, Metallbearbeitung, Hydraulikanlagen usw. Ohne Schmierstoffe würden diese Anlagen nicht funktionieren, denn. die Aufgaben eines Schmierstoffes sind u.a. Kraftübertragung (Hydraulik), Kühlung (Kühlschmierstoffe) und Schmierung, d.h. die Verminderung von Reibung zweier Reibpartner wie z.B. Rad und Ritzel in einem Getriebe, Werkzeug und Span (Kühlschmierstoff) oder auch Turbinenlager und Turbinenwelle. Ohne Schmierstoff wäre die Reibung zwischen den Reibpartnern zu hoch, was auf Grund von Reibungswärme und Abrieb sehr schnell zur Zerstörung der betreffenden Bauteile führen würde. Im einfachsten Fall quietscht nur eine Tür ohne Schmierstoff, in schlimmeren Fällen kommt es zum "Kolbenfresser" im Motor, nämlich dann wenn aufgrund fehlenden oder falschen Öls die Reibungshitze zwischen Zylinder und Kolben so groß wird, das diese rasch verschleißen und so den Motor zerstören. Noch schlimmer ist es, wenn ein große Kraftwerksturbine oder eine Flugzeugturbine aufgrund unzureichender Schmierung "frißt" und so zerstört wird. Fast alle beweglichen Teile benötigen daher einen Schmierstoff, um "reibungslos" zu funktionieren. In der Produktion z.B. von Metallteilen werden Schmierstoffe eingesetzt, um die Reibung zwischen Werkzeug und Metall zu vermindern, Metallspäne wegzuspülen, das Metall zu kühlen und einen gewissen Korrosionsschutz zu gewährleisten. Ohne die Kühlschmierstoffe und Umformschmierstoffe wäre eine Herstellung der meisten Bauteile aus Metall, aber auch Glas und Kunststoff, nicht möglich Je nach Einsatzzweck unterscheidet man im Industriebereich (Auswahl):
Zu diesen Schmierstoffen kommt die Gruppe der Schmierfette. Nicht aufgeführt sind hier die Gruppen der Auto- Flugzeug- und Schiffsmotorenöle. Jede dieser Gruppen zerfällt in verschiedene Untergruppen. So unterscheidet man z.B. bei den Kühlschmierstoffen in wassermischbare und nicht-wassermischbare, letztere wiederum in Kupferkorrosive und nicht-Kupferkorrosive. Daneben wird noch der Einsatzzweck näher charakterisiert, so z.B. Schneidöle und Schleiföle. Es gibt im Industrieschmierstoffbereich vermutlich hunderte von Spezialschmierstofftypen. Ähnliche Unterteilungen wie bei den Kühlschmierstoffen können auch für die anderen Industrieschmierstofftypen angegeben werden. Viele Industrieschmierstoffe werden nach DIN oder ISO klassifiziert. Diese Klassifizierung erfolgt einerseits nach Zusammensetzung des Schmierstoffes, z.B. werden Hydauliköle (DIN) bezeichnet als HL, HLP oder HVLP Typ, je nachdem ob es sich um einfache Hydrauliköle, solche mit Verschleißschutz oder um Hydrauliköle mit Viskositätsindex verbessernden Additiven handelt. Damit verbunden sind Testverfahren, die die Anforderung an ein solches Öl klar festlegen. Diese Testmethoden werden ebenfalls in einer DIN Norm, aber auch in ASTM Normen festgelegt. Schmierstoffe bestehen aus einem oder mehreren Grundölen (mineralisch, Ester, Glykole etc.) und bestimmten Additiven bzw. Additivpakten. Die einzelnen Schmierstoffe unterscheiden sich sehr stark in ihrer Zusammensetzung je nach Einsatzzweck |