| Gesetzliche und untergesetzliche Regelungen sowie Normungen im
Schmierstoffbereich Schmierstoffe unterliegen einer großen Zahl von gesetzlichen,
untergesetzlichen und klassifizierenden Regelwerken. Die wichtigsten sind
-
EU-Richtlinien: dies sind europäische
Gesetze und Verordnungen wie z.B. die Biozidrichtlinie, die ATP und
natürlich "REACH"
- Nationale Richtlinien: dies sind deutsche Gesetze und Verordnungen, die
z.T. EU-Recht in nationales Recht umsetzen oder aber auch eigenständige
Gesetze. Die wichtigsten sind (externe Links zur BAuA):
- Die
Gefahrstoffverordnung
beschreibt verbindlich den Umgang mit gefährlichen Stoffen.
-
TRGS
(Technische Regeln für Gefahrstoffe): geben den Stand der
sicherheitstechnischen, arbeitsmedizinischen, hygienischen sowie
arbeitswissenschaftlichen Anforderungen an Gefahrstoffe hinsichtlich
Inverkehrbringen und Umgang wieder. Sie werden vom Ausschuss für
Gefahrstoffe (AGS) aufgestellt und von ihm der Entwicklung angepasst.Die
TRGS werden vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung im
Bundesarbeitsblatt (BArbBl.) bekannt gegeben.
- Eine Sonderstellung nimmt die
VKIS-VSI-IGM Stoffliste ein. Diese enthält die Stoffe,
welche in Kühlschmierstoffen von den Herstellern verwendet werden
sollten bzw. nicht verwendet werden dürfen oder welche
deklarationspflichtig sind. Diese Stoffliste wird regelmäßig vom
Verbraucherkreis Industrieschmierstoffe (VKIS),
dem Verband Schmierstoffindustrie e.V. (VSI) und der IG Metall (IGM)
unter Mithilfe der
BG Metall Süd
überarbeitet. Daneben finden sie die
Anleitung für KSS Anwender, die Hinweise zu dieser Liste nebst einem
Musterbrief zur Abfrage der in der VKIS-VSI-IGM Stoffliste festgelegten
Informationen bei dem Kühlschmierstoffhersteller.
- Das
Ecolabel soll nationale Regelwerke für Schmierstoffe (z.B. den
"blauen Engel") ablösen. Leider decken sich die Anforderungen oft nicht mit
den nationalen Umweltzeichen, so dass Reformulierungen und sogar
Neuformulierungen notwendig sein könnnen.
-
DIN (Deutsches Institut
für Normung e.V.): die DIN ist einer der wichtigsten weltweit anerkannten
Standards. Sie klassifiziert viele Schmierstoffe und beschreibt Tests zu
ihrer Prüfung. So beschreibt z.B. die DIN 51524 Hydrauliköle und die DIN
51517 Getriebeöle. In diesen Normen finden sich oft sowohl die
Klassifizierung (z.B. Hydrauliköle nach C, CL und CLP) als auch die
Mindestanforderungen, die ebenfalls durch die von DIN festgelegten Tests
erfüllt werden müssen (z.B. Bestimmung der Dichte nach DIN 51575 oder der
Viskosität nach DIN 51562). Daneben gibt es noch die DIN-EN (europäische
Norm, die auch in der DIN existiert) und ebenso DIN-ISO.
-
ISO (International
Organization for Standardization): Die ISO Normen beschreiben und
klassifizieren ebenso wie die DIN Normen Schmierstoffe, sind aber
international abgestimmt.
-
ASTM (American
Society for Testing and Materials ) schließlich beschreibt
überwiegend Testverfahren u.a. für Schmierstoffe. Diese Testverfahren sind ebenfalls weltweit im
Gebrauch.
- BG-Regeln (Berufsgenossenschaften): Diese Regeln geben Hinweise für die
korrekte und sichere Handhabung von Schmierstoffen, insbesondere von
Kühlschmierstoffen. Ausführliche Hinweise findet man u.a. bei der
BG Metall Süd oder
hier.
- Gesetze: eine große Zahl von Verordnungen und Gesetzen regelt die
Verwendung von Schmierstoffen. Diese Regelungen werden im
Bundesanzeiger veröffentlicht.
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