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Biozide werden speziell in wassergemischten Kühlschmierstoffen zur Konservierung verwendet. Ohne eine entsprechende Konservierung würden Kühlschmierstoffe innherhalb kürzester Zeit unbrauchbar werden, was nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Beschäftigten in Betrieben, welche Kühlschmierstoffe einsetzen, gefährden würde.

Auf dieser Seite finden Sie spezielle Informationen zu Bioziden. Neben einigen Hinweisen zu Formaldehyd gibt es einen Beitrag zur Wirksamkeit von Bioziden auf Mycobacterien der Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd (BGM) (Version in Englisch). Ebenfalls von der BGM stammt eine Handlungshilfe zur Verwendung von Isothizolinonen (CIT/MIT).

Die EU Biozidrichtlinie hatte gravierende Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Bioziden, wie der nachfolgende Beitrag von Dr. Jürgen Hübner erläutert:

 

EU-BIOZID-RICHTLINIE (98/8/EG)

STATUS  DER  NOTIFIZIERTEN BIOZIDEN WIRKSTOFFE  FÜR  PRODUKTART  13

(SCHUTZMITTEL FÜR  METALLBEARBEITUNGSFLÜSSIGKEITEN)

Die EU hat eine Reihe von Mitteilungen veröffentlicht bzw. ins Internet gestellt (siehe u.a. Mitteilung der EU-Kommission an die Mitgliedsstaaten vom 12.10.2007 sowie im Internet unter http://ec.europa.eu/environment/biocides), die eine Einschätzung des aktuellen Status der notifizierten bioziden Wirkstoffe für Produktart 13 („Schutzmittel für Metallbearbeitungsflüssigkeiten“) erlauben.

 

Nachstehend sind die für die Produktart 13 notifizierten bioziden Wirkstoffe aufgeführt, und zwar wie folgt differenziert:

A) Notifizierte biozide Wirkstoffe (Produktart 13), für die fristgemäß ein Dossier eingereicht wurde  -   Anzahl: 27

(Quelle: Mitteilungen der EU-Generaldirektion Umwelt vom 12.10.2007 und 30.1.2008)

Ab 14.5.2010 dürfen nur noch Biozid-Produkte für Kühlschmierstoffe eingesetzt werden, die Wirkstoffe gemäß A) enthalten. In einigen Fällen endet diese Frist möglicherweise bereits im Jahre 2009 (12 Monate nach Veröffentlichung einer Entscheidung über die Nichtzulassung eines bioziden Wirkstoffs).

 B) Notifizierte biozide Wirkstoffe (Produktart 13), für die kein Dossier bis zum 31.7.2007 eingereicht wurde.   Anzahl: 77

           (Quellen: u.a. Mitteilungen der EU-Generaldirektion Umwelt „Notice…on active substances notified… for which no dossiers were submitted….” vom 8.11.2007 und vom 18.1.2008  -  im Internet unter    http://ec.europa.eu/environment/biocides)

           

Die notifizierten bioziden Wirkstoffe wurden jeweils unter ihren systematischen chemischen Bezeichnungen alphabetisch geordnet. Dabei wurde, soweit verfügbar und sinnvoll, in der Regel die Nomenklatur der MAK- und BAT-Werte-Liste bzw. der Kühlschmierstoff-Komponentenliste der DFG-Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe oder die des RÖMPP-Chemie-Lexikons bevorzugt. Alternative chemische Bezeichnungen sowie Abkürzungen (vor allem solche, die von der EU bzw. vom ECB benutzt wurden oder die in Deutschland ebenfalls gebräuchlich sind) wurden möglichst in Klammern hinzugefügt.

Die systematischen Namen wurden auch dann bevorzugt, wenn die Notifizierung unter einem Handels- oder Freinamen erfolgte. Wenn diese Handels- oder Freinamen an einer anderen Stelle der alphabetischen Ordnung erscheinen, wurden sie (wie auch gängige alternative Bezeichnungen) nach Möglichkeit mit einem entsprechenden Verweis in kursiver Schrift eingefügt.

Biozide Wirkstoffe, die nach Einschätzung des Autors in Deutschland zur Zeit häufig in Kühlschmierstoffen eingesetzt werden oder bisher eingesetzt wurden oder die zumindest eine gewisse Bedeutung haben oder hatten, sind in Fettdruck gesetzt.

Die Angaben in den nachfolgenden Listen basieren auf Mitteilungen und Informationen der EU-Kommission, die mit größtmöglicher Sorgfalt ausgewertet wurden. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch nicht übernommen werden, zumal es auch widersprüchliche oder unklare Angaben gibt. Darüber hinaus sind Änderungen und Korrekturen auf EU-Ebene nicht ausgeschlossen.

BIOZIDE WIRKSTOFFE (FÜR PRODUKTART 13), FÜR DIE FRISTGEMÄSS EIN DOSSIER EINGEREICHT WURDE

 

Bezeichnung / chem.Zusammensetzung

CAS-Nr.

Anzahl der ursprünglichen Notifizierungen

Anmerkungen

N-(3-Aminopropyl)-N-dodecylpropan-1,3-diamin(„Lonzabac“) 1-Aza-3,7-dioxa-5-ethylbicyclo[3.3.0]-octan - siehe 5-Ethyl-3,7-dioxa-1-azabicyclo[3.3.0]-octan

2372-82-9

1

 

1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on (BIT)

2634-33-5

6

 

Benzylalkohol-mono(poly)hemiformal ((Benzyloxy)methanol)

14548-60-8

1

Formaldehydabspaltender Wirkstoff

Biphenyl-2-ol (2-Phenylphenol)

90-43-7

2

Phenolische Verbindung

1,3-Bis(hydroxymethyl)-5,5-dimethyl- imidazolidin-2,4-dion (1,3-Dimethylol-5,5-dimethyl-hydantoin, DMDMH)

6440-58-0

1

Formaldehydabspaltender Wirkstoff

Bismorpholinomethan - siehe 4,4‘-Methylen-bis-morpholin

 

 

 

2-Butyl-benzo[d]isothiazol-3-on (BBIT)

4299-07-4

1

Überwiegend fungizide Wirkung

cis-1-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza-1-azoniaadamantan-chlorid (cis-CTAC)

51229-78-8

1

Kationische chlor-und chloridhaltige Verbindung, formaldehydabspaltender Wirkstoff

p-Chlor-m-kresol (4-Chlor-3-methyl-phenol, Chlorkresol)

59-50-7

1

Chlorhaltige phenolische Verbindung

5-Chlor-2-methyl-2,3-dihydro-isothiazol-3-on / 2-Methyl-2,3-dihydro-isothiazol-3-on (3(2H)-Isothiazolon, 5-Chlor-2-methyl, Gemisch mit 2-Methyl-3(2H)-isothiazolon) (CMI/MI, CMIT/MIT)

55965-84-9

6

Chlorhaltige Verbindung

N-Cyclohexyl-hydroxydiazen-1-oxid, Kaliumsalz (N-Cyclohexyl-N-nitroso-hydroxylamin, Kaliumsalz, (N-Cyclohexyl-diazenium-dioxy)-kalium, K-HDO)

66603-10-9

1

N-Nitroso-Verbindung, Nitrosierendes Agenz ? Verwendungsverbot gemäß GefStoffV und TRGS 611 ?

2,2-Dibrom-2-cyanacetamid (2,2-Dibrom-3-nitrilo-propionamid, DBNPA)

10222-01-2

3

Bromhaltige Verbindung

1,6-Dihydroxy-2,5-dioxahexan ((Ethylendioxy)dimethanol)

3586-55-8

2

Formaldehydabspaltender Wirkstoff

4,4‘-Dimethyl-oxazolidin

51200-87-4

2

Sekundäres Amin - Verwendungsbeschränkung gem. TRGS 611, formaldehydabspaltender Wirkstoff

1,3-Dimethylol-5,5-dimethyl-hydantoin – siehe   1,3-Bis(hydroxymethyl)-5,5-dimethyl-imidazolidin-2,4-dion

 

 

 

5-Ethyl-3,7-dioxa-1-azabicyclo-[3.3.0]octan (7a-Ethyldihydro-1H,3H,5H-oxazolo-    [3,4-c]-oxazol,  1-Aza-3,7-dioxa-5-ethyl-bicyclo[3.3.0]octan) (EDHO)

7747-35-5

1

Formaldehydabspaltender Wirkstoff

(Ethylendioxy)dimethanol – siehe 1,6-Dihydroxy-2,5-dioxahexan

 

 

 

Glutardialdehyd (Glutaral)

111-30-8

2

Atemwegssensibilisierender Stoff  (Kennzeichnung R 42)

(2,2‘,2‘‘-(Hexahydro-1,3,5-triazin-1,3,5-triyl)-triethanol) - siehe   1,3,5-Tris(2-hydroxyethyl)-hexahydro- 1,3,5-triazin

 

 

 

Hexamethylentetramin-3-chlorallyl-chlorid (Methenamin-3-chlorallyl-chlorid, (1,3,5,7-Tetraaza-1-(3-chlorprop-2-enyl)- tricyclo[3.3.1.1|<3,7>decanchlorid, CTAC)

4080-31-3

1

Kationische chlor-und chloridhaltige Verbindung, formaldehydabspaltender Wirkstoff

3-Iod-2-propinyl-butyl-carbamat (IPBC

55406-53-6

4

Iodhaltige Verbindung, Fungizid

Lonzabac - siehe N-(3-Aminopropyl)-N-dodecylpropan- 1,3-diamin

 

 

 

Methenamin-3-chlorallyl-chlorid - siehe Hexamethylentetramin-3-chlorallyl-chlorid

 

 

 

2-Methyl-2,3-dihydroisothiazol-3-on (2-Methyl-2H-isothiazol-3-on, MI, MIT)

2682-20-4

5

 

3,3‘-Methylen-bis(5-methyloxazolidin) (MBO)

66204-44-2

4

Formaldehydabspaltender Wirkstoff

4,4‘-Methylen-bis-morpholin (N,N‘-Methylen-bis-morpholin, Methylen-bis-tetrahydro-1,4-oxazin, Bismorpholinomethan)

5625-90-1

1

Sekundäraminfreisetzende Verbindung – Verwendungsbeschränkung gemäß TRGS 611, formaldehydabspaltender Wirkstoff

Natrium-pyrithion - siehe Pyridin-2-thiol-1-oxid, Natriumsalz

 

 

 

4-(2-Nitrobutyl)morpholin

2224-44-4

1

Organische Nitroverbindung / Nitritabspalter – Verwendungsverbot gemäß GefStoffV und TRGS 611

2-n-Octyl-2,3-dihydro-isothiazol-3-on (2-Octyl-2H-isothiazol-3-on) (OIT, „Octhilinone“)

26530-20-1

4

Überwiegend fungizide Wirkung

2-Phenoxyethanol

122-99-6

3

 

2-Phenylphenol           - siehe Biphenyl-2-ol

 

 

 

Pyridin-2-thiol-1-oxid, Natriumsalz („Natrium-pyrithion“)

3811-73-2

2

Fungizid

1,3,5,7-Tetraaza-1-(3-chlorprop-2-enyl)-tricyclo[3.3.1.1<3,7>]decanchlorid -siehe Hexamethylentetramin-3-chlorallyl-chlorid

 

 

 

1,3,4,6-Tetra(hydroxymethyl)-[3aH,6aH]-1,3,4,6-tetraazabicyclo-octan-2,5-dion) (Tetrahydro-1,3,4,6-tetrakis(hydroxy-methyl)imidazo[4,5-d]imidazol-2,5,(1H,3H)-dion, TMAD)

5395-50-6

2

Formaldehydabspaltender Wirkstoff

1,3,5-Tris(2-hydroxyethyl)-hexahydro-1,3,5-triazin (2,2‘,2‘‘-(Hexahydro-1,3,5-triazin-1,3,5-triyl)-triethanol, HHT)

4719-04-4

5

Formaldehydabspaltender Wirkstoff

1,3,5-Tris-(2-hydroxypropyl)-hexa-hydro-1,3,5-triazin(a,a‘,a‘‘-Trimethyl-1,3,5-triazin-1,3,5- (2H,4H,6H)-triethanol)

25254-50-6

2

Formaldehydabspaltender Wirkstoff


 

B)   NOTIFIZIERTE BIOZIDE WIRKSTOFFE (FÜR PRODUKTART 13), FÜR DIE KEIN DOSSIER BIS ZUM 31.7.2007 EINGEREICHT WURDE  

 

Bezeichnung / chem.Zusammensetzung

CAS-Nr.

Anmerkungen

6-Acetoxy-2,4-dimethyl-m-dioxan - siehe 2,6-Dimethyl-1,3-dioxan-4-yl-acetat

 

 

Alkyl(C12-C14)[(ethylphenyl)methyl]-dimethyl-ammoniumchloride (quarternäre Ammoniumverbindungen)

85409-23-0

Kationische chloridhaltige Verbindungen

N-Alkyl(C10-C16)-trimethylen-diamine, Reaktionsprodukte mit Chloressigsäure

139734-65-9

 

1-[2-(Allyloxy)-2-(2,4-dichlorphenyl)-ethyl]-1H-imidazol („Imazalil“)

35554-44-0

Chlorhaltige Verbindung

(+/-)1-[2-(ß-Allyloxy)-2-(2,4-dichlorphenyl)-ethyl]-1H-imidazol („Imazalil technisch rein“)

73790-28-0

Chlorhaltige Verbindung, Pflanzenschutzmittel

Aluminiumnatriumsilikat-Silberkomplex / Silber-ZeolitH

130328-18-6

Anorganische Verbindung, Pflanzenschutzmittel

Ameisensäure

64-18-6

 

Bardap 26 - siehe Poly(oxy-1,2-ethandiyl)-a-[2-didecylmethyl- ammonium)ethyl]-w-hydroxypropionat

 

 

Benzothiazol-2-thiol

149-30-4

 

(Benzothiazol-2-ylthio)methyl-thiocyanat („TCMTB“)

21564-17-0

 

3-Benzo(b)thien-2-yl-5,6-dihydro-1,4,2-oxathiazin-4-oxid („Bethoxazin“)

163269-30-5

 

Benzyl-alkyl(C12-C14)-dimethyl-Ammoniumchloride (quarternäre Ammoniumverbindungen)

85409-22-9

Kationische chloridhaltige Verbindungen

Benzyl-alkyl(C12-C16)-dimethyl-ammoniumchloride (quarternäre Ammoniumverbindungen)

68424-85-1

Kationische chloridhaltige Verbindungen

Benzyl-alkyl(C12-C18)-dimethyl- Ammoniumchloride

(quarternäre Ammoniumverbindungen)

68391-01-5

Kationische chloridhaltige Verbindungen

Benzyl-alkyl(C12-C18 gesättigt und unge-sättigt, Talgalkyl, Kokosalkyl, Sojaalkyl)-dimethyl-ammoniumchloride, -bromide oder –hydroxide (quarternäre Ammoniumverbindungen) („BKC“)

-

Kationische Verbindungen, chlorid- und bromidhaltig

Bethoxazin - siehe 3-Benzo(b)thien-2-yl-5,6-dihydro-1,4,2-oxathiazin-4-oxid

 

 

Bis(3-aminopropyl)-octylamin

86423-37-2

 

1,3-Bis(hydroxymethyl)harnstoff (1,3-Dimethylol-harnstoff)

140-95-4

Formaldehydabspaltender Wirkstoff

1,3-Bis(hydroxymethyl)harnstoff, Reaktionsprodukte mit  2-(2-Butoxyethoxy)-ethanol, Ethylenglykol und Formaldehyd („Formaldehyddepot alpha“)

90604-54-9

Formaldehydabspaltender Wirkstoff

BKC – siehe Benzyl-alkyldimethyl-ammonium-    chloride, -bromide oder hydroxide

 

 

Borsäure

10043-35-3

Ein Dossier wurde nach Angaben eines Notifizierers wegen der über-

wiegend korrosionsinhibierenden Wirkung nicht eingereicht.

2-Brom-2-(brommethyl)pentan-dinitril – siehe 1,2-Dibrom-2,4-dicyan-butan

 

 

4-Brom-2-(4-chlorphenyl)-1-(ethoxymethyl)-5-(trifluormethyl)-1H-pyrrol 3-carbonitril   („Chlorfenapyr“)

122453-73-0

Brom-, chlor- und fluorhaltige phenolische Verbindung, Pflanzenschutzmittel

1,3-Brom-chlor-5,5-dimethyl-imidazolidin-2,4-dion (Bromchlor-5,5-dimethyl-hydantoin)

32718-18-6

Brom- und chlorhaltige Verbindung

2-Brom-2-nitropropan-1,3-diol („Bronopol“)

52-51-7

Bromhaltige organische Nitroverbindung / Nitritabspalter – Verwendungsverbot gemäß GefStoffV und TRGS 611, formaldehydabspaltender Wirkstoff

(2-Brom-2-nitrovinyl)benzol

7166-19-0

Bromhaltige organische Nitroverbindung/Verwendungsverbot gemäß GefStoffV und TRGS 611 im Falle der Abspaltung von Nitrit

2-tert-Butylaminoethyl-methacrylat,Homopolymer

26716-20-1

Mitteilung der EU-Kommission vom 12.6.2007

cis-4-[3-(p-tert-Butylphenyl)-2-methyl-propyl]-2,6-dimethylmorpholin (“Fenpropimorph”)

67564-91-4

 

Carbendazim – siehe 2-(Methoxycarbonylamino)benzimidazol

 

 

[2-[[2-[(2-Carboxyethyl)(2-hydroxyethyl)-amino]ethyl)amino]-2-oxoethyl]kokosalkyl-dimethyl-ammoniumhydroxide, innere Salze(quarternäre Ammoniumverbindungen)

100085-64-1

Kationische Verbindungen

2-Chloracetamid

79-07-2

Chlorhaltige Verbindung

3-(3-Chlor-4-methylphenyl)-1,1-dimethyl-harnstoff („Chlortoluron“)

15545-48-9

Chlorhaltige Verbindung

Chlorfenapyr - siehe 4-Brom-2-(4-chlorphenyl)-1-(ethoxy- methyl)-5-(trifluormethyl)-1H-pyrrol-3-carbonitril

 

 

DDAC – siehe Dialkyl-dimethyl-ammonium-chloride, -bromide oder -methylsulfate

 

 

Dialkyl(C8-C10)-dimethyl-ammonium-chloride (quarternäre Ammoniumverbindungen)

68424-95-3

Kationische chloridhaltige Verbindungen

Dialkyl(C6-C18 gesättigt und ungesättigt, Talgalkyl, Kokosalkyl, Sojaalkyl)-dimethyl-ammoniumchloride, -bromide oder –methylsulfate (DDAC) (quarternäre Ammoniumverbindungen)

-

Kationische Verbindungen, chlorid- und bromidhaltig

1,2-Dibrom-2,4-dicyan-butan (2-Brom-2-(brommethyl)pentan-dinitril)

35691-65-7

Bromhaltige Verbindung

2,4-Dichlor-benzylalkohol (2,4-Dichlor-phenylmethanol)

1777-82-8

Chlorhaltige Verbindung

Dichlorophen - siehe 2,2‘-Methylen-bis(4-chlorphenol)phenol

 

 

1-[[2-(2,4-Dichlorphenyl)-4-propyl-1,3-dioxolan-2-yl]methyl]-1H-1,2,4-triazol („Propiconazol“)

60207-90-1

Chlorhaltige Verbindung, Fungizid

Didecyl-dimethyl-ammoniumchlorid

7173-51-5

Kationische chloridhaltige Verbindung

N-Didecyl-N-dipolyethoxy-ammoniumborat/Didecylpolyoxethyl-ammoniumborat (CAS: Borsäure, Polymer mit N-Decyl-1-decanamin, Oxiran (Ethylenoxid) und 1,2-Propandiol)

214710-34-6

Unklare Angaben zur chemischen Zusammensetzung, Polymer, vermutlich kationische Verbindung

1,3-Didecyl-2-methyl-1H-imidazolium-chlorid

70862-65-6

Kationische chloridhaltige Verbindung

p-[Di(iodmethyl)sulfonyl]toluol

20018-09-1

Iodhaltige Verbindung

Diisopropanolamin/Formaldehyd (1:4)-Reaktionsprodukte

220444-73-5

Unklare Angabe zur chemischen Zusammensetzung, vermutlich sekundäres Amin / Verwendungsbeschränkung gemäß TRGS 611, formaldehydabspaltender Wirkstoff

N2,N4-Diisopropyl-6-methyl-thio-1,3,5-triazin-2,4-diamin („Prometryn“)

7287-19-6

Spezielles sekundäres Amin – Verwendungsbeschränkung gemäß TRGS 611 im Falle der leichten Nitrosierbarkeit

Dikalium-disulfit

16731-55-8

Anorganisches Salz

2,6-Dimethyl-1,3-dioxan-4-yl-acetat (6-Acetoxy-2,4-dimethyl-m-dioxan)

828-00-2

 

1,3-Dimethylol-harnstoff - siehe 1,3-Bis(hydroxymethyl)harnstoff

 

 

1,1-Dimethyl-3-(3-trifluormethylphenyl)-Harnstoff („Fluometuron“)

2164-17-2

Fluorhaltige phenolische Verbindung

Dinatrium-disulfit

7681-57-4

Anorganisches Salz

Dinatrium-ethylen-bis(dithiocarbamat) („Nabam“)

142-59-6

 

Dinatrium-octaborat-tetrahydrat

12280-03-4

In früheren Listen: Dinatrium-octaborat, anorganisches Salz

Dinatrium-tetraborat, wasserfrei

1330-43-4

Anorganisches Salz

2,2‘-Dithiobis-[N-methylbenzamid]

2527-58-4

 

Fenpropimorph - siehe cis-4-[3-(p-tert-Butylphenyl)-2-methyl- propyl]-2,6-dimethylmorpholin

 

 

Fluometuron - siehe 1,1-Dimethyl-3-(3-trifluormethylphenyl)-harnstoff

 

 

Formaldehyd

50-00-0

 

Formaldehyddepot alpha - siehe 1,3-Bis(hydroxymethyl)harnstoff, Reaktionsprodukte mit 2-(2-Butoxy-ethoxy)ethanol, Ethylenglykol und Formaldehyd

 

 

5-Hydroxymethoxymethyl-1-aza-3,7-dioxa-bicyclo[3.3.0]octan (16,0 %) / 5-Hydroxymethyl-1-aza-3,7-dioxa-bicyclo-[3.3.0]octan (28,8 %) / 5-Hydroxy-poly(methylenoxy)methyl-1-aza-3,7-dioxabicyclo[3.3.0]octan (5,2 %) / Wasser (50 %) – Gemisch

-

Pflanzenschutzmittel, formaldehydabspaltender Wirkstoff

2-(Hydroxymethyl)-2-nitro-1,3-propandiol-(Nitromethylidin-trimethanol, „Tris Nitro“)

126-11-4

Organische Nitroverbindung / Nitritabspalter Verwendungsverbot gemäß GefStoffV und TRGS 611, formaldehydabspaltender Wirkstoff

1-Hydroxy-2(1H)-pyridinon (Hydroxy-2-pyridon)

822-89-9

 

Imizali - siehe 1-[2-Allyloxy)-2-(2,4-dichlorphenyl)- ethyl]-1H-imidazol

 

 

Imazalil techn.rein - siehe (+/-)-1-[2-(ß-Allyloxy)-2-(2,4-dichlorphenyl- ethyl]1H-imidazol

 

 

3-(4-Isopropylphenyl)-1,1-dimethyl-harnstoff („Isoproturon“)

34123-59-6

 

Kalium-2-biphenylat (Kalium-o-phenyl-phenolat)

13707-65-8

Phenolische Verbindung

Kalium-dimethyldithiocarbamat

128-03-0

 

Kaliumsulfit

10117-38-1

Anorganisches Salz

Lignin

9005-53-2

Chemische Gruppenbezeichnung / ungenaue Angabe zur chemischen Zusammensetzung

Metam-Natrium - siehe Natrium-methyldithiocarbamat

 

 

2-(Methoxycarbonylamino)benz-imidazol (Methyl-benzimidazol-2-yl-carbamat, „Carbendazim“)

10605-21-7

Fungizid

2,2‘-Methylen-bis(4-chlorphenol)-phenol („Dichlorophen“)

97-23-4

Chlorhaltige phenolische Verbindung

Methylen-dithiocyanat

6317-18-6

 

L(+)-Milchsäure

79-33-4

Endgültig aus dem Prüfprogramm genommen gemäß Entscheidung der EU-Kommission vom 14.8.2007 (ABl. L 216/17 vom 21.8.2007)

Naba  – siehe Dinatrium-ethylen-bis(dithiocarbamat)

 

 

Natrium-2-biphenylat (Natrium-o-phenyl-phenolat)

132-27-4

Phenolische Verbindung

Natriumbromid 

7647-15-6

Anorganisches Salz

Natrium-p-chlor-m-kresolat

15733-22-9

Chlorhaltige phenolische Verbindung

Natrium-dimethyldithiocarbamat

128-04-1

 

Natrium-hydrogen-2,2‘-methylen-bis [4-chlorphenolat]

10187-52-7

Chlorhaltige phenolische Verbindung

Natriumhydrogensulfit

7631-90-5

Anorganisches Salz

Natrium-methyldithiocarbamat („Metam-Natrium“)

137-42-8

 

Natrium-o-phenyl-phenolat -siehe Natrium-2-biphenylat

 

 

Natriumsulfit

7757-83-7

Anorganisches Salz

Nitromethylidin-trimethanol - siehe 2-(Hydroxymethyl)-2-nitro-1,3-propandiol

 

 

Oligo(2-(2-ethoxy)ethoxyethyl-guanidium-chlorid)

374572-91-5

Kationisches chloridhaltiges Polymer,   in früheren Listen: Poly-(2-(2-ethoxy)ethoxyethyl-guanidiumchlorid

1-Phenoxy-2-propanol / 2-Phenoxy-propanol-Gemisch

-

Notifizierung für 1-Phenoxy-2-propanol (CAS-Nr.770-35-4) wurde schon früher zurückgezogen

Phthalaldehyd

643-79-8

Mitteilung der EU-Kommission vom 12.6.2007

Poly(hexamethylendiamin-guanidinium-chlorid)

57028-96-3

Kationisches chloridhaltiges Polymer

Poly(oxy-1,2-ethandiyl)-a-[2-(didecylmethyl-ammonium)ethyl]-w-hydroxypropanoat („Bardap 26“)

94667-33-1

Kationisches Polymer

Prometryn - siehe N2,N4-Diisopropyl-6-methyl-thio-1,3,5-triazin-2,4-diamin

 

 

1,2-Propandiol, Polymer mit Borsäure, N-Decyl-1-decanamin und Ethylen-oxid (Oxiran) - siehe N-Didecyl-N-dipolyethoxy-ammoniumborat / Didecylpolyoxethyl-ammoniumborat

 

 

2-Propenal-Propan-1,2-diol-Copolymer

191546-07-3

Polymer

Propiconazol - siehe 1-[[2-(2,4-Dichlorphenyl)-4-propyl-1,3-dioxolan-2-yl]methyl]1H-1,2,4-triazol

 

 

Pyridin-2-thiol-1-oxid, Zinksalz   („Zink-pyrithion“, „Pyrithionzink“)

13463-41-7

 

Quarternäre Ammoniumverbindungen, - siehe unter den systematischen Namen

 

 

Schwefeldioxid

7446-09-5

Anorganische Verbindung, tox.Einstufung: Giftig (T; R 23), Ätzend (C; R 34)

Silberchlorid

7783-90-6

Anorganisches Salz

TCMTB – siehe (Benzothiazol-2-ylthio)methyl-thiocyanat

 

 

N,N,N‘,N‘-Tetramethyl-ethylendiamin-bis (2-chlorethyl)ether-Copolymer (N,N,N‘,N‘-Tetramethyl-1,2-ethandiamin, Polymer mit 1,1‘-Oxybis(2-chlorethan))

31075-24-8

Chlorhaltiges Polymer, in früheren Listen:  (Poly[oxyethylen(dimethyliminio)-ethylen(dimethyliminio)-ethylen-dichlorid], widersprüchliche Angaben zur chemischen Zusammensetzung

2-(Thiazol-4-yl)benzimidazol („Thiabendazol“)

148-79-8

Fungizid

Tris Nitro – siehe 2-(Hydroxymethyl)-2-nitro-1,3-propandiol

 

 

Zink-pyrithion – siehe Pyridin-2-thiol-1-oxid, Zinksalz

 

 

 

Die Anmerkung „formaldehydabspaltender Wirkstoff“ erfolgt, wenn entsprechende Angaben aus der Literatur oder von Biozid-Herstellern vorliegen bzw. wenn die formaldehydabspaltende Eigenschaft eindeutig aus der chemischen Struktur hervorgeht. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird (insbesondere für Teil B) nicht erhoben. Die Formaldehydabspaltung aus solchen Depotstoffen ist von den Einsatzbedingungen (insbesondere Temperatur, pH-Wert, chemische Umgebung) abhängig. Es können daher beim Einsatz von Formaldehyddepot-Wirkstoffen in wassergemischten Kühlschmierstoffen auch Grenzfälle (äußerst geringe Formaldehydabspaltung) auftreten.

J.Hübner / DBZRL08JU4

 

Die Auswirkungen auf die Biozidhersteller und die Schmierstoffindustrie sind erheblich. Ein von der Firma Bode Chemie anläßlich des Kühlschmierstoff-Seminars 2006 gehaltener Vortrag mag hier erhellend sein.